„Ein Sommer mit Alejandro“ von Jody Gehrman

Ein Sommer mit Alejandro von Jody Gehrman

Auch der schönste Fake fliegt irgendwann auf …

Über das Buch:
Dakota wollte gerade zu ihrem Freund ziehen, als sie erfährt, dass er sie mit ihrer besten Freundin betrogen hat. Spontan schreibt sie sich ihren Kummer von der Seele, steckt den Zettel in eine Flasche und schleudert sie ins Meer. Antwort kommt von einem Alejandro aus Barcelona, der sie genau zu verstehen scheint. Sie ahnt nicht, dass in Wirklichkeit Jack dahintersteckt, der süße Junge, den sie im Café getroffen hat. Und der weiß nicht, wie er ihr je beibringen soll, dass er sie angelogen hat.

Meine Meinung:
Der Klappentext und das Cover verspricht eine leichte, sommerliche Geschichte und genau deshalb wanderte das Buch bei diesem sommerlichen Wetter auf meine Leseliste. Ich habe es auch in wenigen Tagen durchgelesen.

Der Schreibstil von Jody Gehrman ist sehr leicht, unkompliziert sowie flüssig und sehr angenehm zu lesen. Diese Leichtigkeit zieht sich auch durch die ganze Geschichte. Sie verstand es, die Gefühle von Dakota und Jack richtig auszudrücken und dem Leser zu übermitteln. Das machte die Charaktere und ihre Handlungen sehr authentisch. Auch hatte die Autorin ein gewisses Gespür für Details, zum Beispiel die Beschreibungen des Meers, der Künstlerkolonie oder die Briefe, sodass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte und auch ein bisschen Fernweh hatte.

Weil das Buch aus zwei Perspektiven geschrieben ist – jeweils aus Dakotas und Jacks Sicht – lernte man die Persönlichkeiten, Gedanken und Gefühle beider Charaktere sehr gut kennen. Die Übergänge der wechselnden Perspektiven waren gut gestaltet und lockerten alles nochmal etwas auf, brachten Spannung mit rein.

Alles in allem war das Buch sehr erfrischend für den Sommer. Obwohl die Handlungen am Anfang sehr kompliziert und verstrickt wirken, so ist das Lesen überhaupt nicht so. Es hat mich doch recht gut unterhalten. Wer allerdings die Geschichte mit Büchern von Mona Kasten, Laura Kneidl oder Colleen Hover vergleicht, wird hier wahrscheinlich eher enttäuscht sein. Denn der Liebesgeschichte fehlte etwas an Tiefe.

Ich mochte die Geschichte trotzdem. Rückblickend faszinieren mich immer noch die Charaktere sehr, Dakota, die mit ihrem Vater in einer Künstlerkolonie lebt und Hausunterricht bekommen hat und Jack, der aus einer reichen Familie stammt, was für ihn aber ein Fluch und Segen zugleich ist. Wie Jack versucht, sich Dakota zu nähern, weil er trotz seines guten Aussehens innerlich total schüchtern und zurückhaltend ist.

Was das Buch noch ein kleines bisschen besser gemacht hätte, wenn die Briefe und Zeichnungen illustriert mit im Buch abgebildet gewesen wären. Das hätte die schöne Atmosphäre noch mehr unterstrichen.

Meine Bewertung:
Das Buch ist perfekt für die, die eine leichte Sommerlektüre für den Urlaub am Strand, auf dem Balkon oder im Garten suchen. Ich gebe 4 von 5 Sternen.