Rezension

„Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick“ von Kelly Moran

Du hast ihr beigebracht „Ich liebe dich“ zu sagen?

Über das Buch:
Die junge Avery Stowe zieht mit ihrer autistischen Tochter Hailey nach Redwood. Die Kleinstadt liegt in Oregon zwischen dem Meer und den Bergen. Hier will sie nach ihrer Scheidung einen Neuanfang starten. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn da gibt es diesen gut aussehenden Tierarzt: Cade O’Grady. Avery will nach ihrer gescheiterten Ehe sich nicht schon wieder auf eine Beziehung einlassen. Jedoch weiß sie nicht, wie lange sie Cade noch widerstehen kann. Und dann sind da noch die Einwohner der Stadt, die sich gegen die beiden verschworen hat und Amor spielen… Kann das gut gehen?

Meine Meinung:

Niemals hätte ich gedacht, dass mir das Buch so sehr unter die Haut geht. Wer nicht unter Diabetes leidet, wird es spätestens nach diesem Roman. Denn die Geschichte von Avery und Cade ist einfach so zuckersüß… und hot!

Ich weiß nicht wo ich anfangen soll… Die Autorin Kelly Moran hat ein großes Talent zu schreiben. Ihr Schreibstil reißt einen von den ersten Seiten aus mit, so als wärst du ein Teil des keinen Städtchens. Ich hatte überhaupt keine Anfangsschwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen, obwohl es aus der Sicht des allwissenden Erzählers (auktorialer Erzähler) geschrieben ist.

Ein kleiner Tipp: Wenn du „Redwood Love“ lesen willst, dann nimm dir am besten für die Zeit nichts vor! Hast du erst einmal angefangen das Buch zu lesen, dann willst du es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Wirklich! Ich habe es versucht und konnte mich nur schwer oder gar nicht losreißen. Suchtfaktor hoch Zehn.

Die Charaktere sind mir super schnell ans Herz gewachsen. Ich liebe sie alle. Sie sind so perfekt unperfekt und einzigartig. Und obwohl jeder Charakter eine Schwäche, Macke oder Behinderung hat, werden sie nicht ausgeschlossen und ganz normal behandelt. Sie sind genau so liebenswert wie sie sind. Davon können sich einige eine Scheibe abschneiden, denn so weit sind wir noch lange nicht.

Avery ist eine hübsche, starke und mutige Frau. Sie möchte nach ihrer gescheiterten Ehe neu anfangen, doch so schnell lässt die Vergangenheit sie leider nicht los. Und das bekommt man hautnah zu spüren. Cade ist Tierarzt und der jüngste der verehrten O’Grady Brüder. Vom ersten Blick an fühlt er sich zu ihr angezogen, doch er muss sich ganz schön die Zähne an ihr ausbeißen. Er möchte ihr zeigen und helfen, an sich selbst zu glauben, dass sie ein toller Mensch und mehr begehrenswert ist, als sie denkt.

Die kleine Hailey hat besondere Spuren in meinem Herzen hinterlassen. Ich hatte noch nie Kontakt mit Autisten und daher auch keine Vorstellung darüber gehabt. Man merkt, dass die Autorin sich hier „auskennt“ (das Buch ist u.a. ihrem Neffen gewidmet, der mit Autismus lebt). Die Szenen mit der achtjährigen Hailey sind sehr berührend. Ich möchte auch gar nicht so viel verraten, du musst es einfach selbst erleben. Es ist zum dahinschmelzen, wenn sich Cade nicht nur in Averys Herz, sondern auch das in ihrer Tochter, schleicht.

Es klingt schon fast zu perfekt? Eine ganz winzige Kleinigkeit habe ich zu kritesieren. Ich hätte gerne mehr von Redwoods Charme gelesen und gespürt. Viele Szenen spielten entweder in der Praxis oder zu Hause ab und das recht detailreich (insbesondere die Verführungs- und Sexszenen, also nichts für schwache Nerven). Die Umgebung ist leider dabei sehr kurz gekommen, vielleicht hätten es schon ein oder zwei Ausflüge mehr in der Natur getan. Aber das tut der Geschichte trotzdem kein Abbruch.

Meine Bewertung:
Diese Geschichte hat ganz klar 5 von 5 Sternen verdient. Sie ist perfekt, so wie sie ist und ich freue mich schon total auf die weiteren Bände. Im übrigen ist jeder Band einem O’Grady gewidmet. In Band 1 dreht es sich also um Cade O’Gradys Geschichte.

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag und Kyss für das Rezensionsexemplar.

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